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Mittwoch, 11. November 2015

Eine cremige Kartoffel-Mandel-Suppe mit Orangenöl und Honigstangen - sehr veggie und seeeeehr lecker!





Bald ist Weihnachten! Jaaaa ... das ist so ;) ... und auch ich stimme mich langsam aber sicher auf die schöne und besinnliche Zeit ein. Der November ist für mich meistens der winterliche und weihnachtliche Impressionenmonat. Da ich ein absoluter Bücherwurm und Zeitschriftenjunkie bin, decke ich mich bis an die Nasenspitze mit inspirierender Literatur ein, die ich den ganzen Monat lang ausgiebig studiere. In diesem Jahr muss ich leider gestehen, haben mich die Redakteure meiner bisherigen Lieblingszeitschriften jedoch maßlos enttäuscht. Darauf vertrauend, dass die traumhaften Titelbilder wie immer das versprechen, was sie meistens bisher auch gehalten haben, stopfte ich sie ungesehen ins Körbchen. Zu Hause kam dann aber die große Enttäuschung. Eine Zeitschrift wanderte sogar sofort in die Tonne! :(  Das gab es bei mir bisher so noch nie! Wirklich noch nie!

Einige Tage später hat das Schicksal es mit mir aber sehr gut gemeint. Obwohl ich da zuerst ganz anderer Meinung war, denn ich stand nämlich in einer verrückt langen Schlange im Supermarkt und hatte es zudem auch noch eilig. Vor mir ein Kerl, der sich ausgerechnet an diesem Tag dazu entschlossen hatte, sich mit dem gesamten Warensortiment des Ladens für den Winter einzudecken ... ausgerechnet!!!  Ich spähte auf meine sieben Sachen und dachte entnervt, dass das jetzt noch dauern wird, als mein Blick die naheliegende Zeitungsauslage streifte. Prompt sprang mir der Untertitel "Fest-Menüs" in die Augen und ich dachte mir, warum eigentlich nicht. Die schlechten Erfahrungen der letzten Tage noch im Hinterkopf evaluierend, nahm ich mir vor, erst einen kritischen Blick hinein zu riskieren. Der Typ war übrigens noch nicht einmal bei der Hälfte seines Wagens angekommen, also rannte  ich schnell rüber, holte mir die Zeitschrift und stellte mich brav wieder an. 

Was soll ich sagen?! Das waren die besten 15 Minuten, die ich jemals in einer Schlange hatte. Am Ende war ich dem Mann vor mir so dankbar, dass ich ihm am liebsten um den Hals gefallen wäre. Was für eine Vielfalt an fantastischen Rezepten! Ich kam aus den Aaaahs und Oooohs nicht mehr heraus ... und wollte, da ich mittlerweile selbst an der Kasse angekommen war, die Zeitschrift kaum aus der Hand geben, als mich die Kassiererin fragte, ob ich die Zeitschrift auch zu kaufen beabsichtige :)))) . Hihihi ... ja das kann leicht passieren, wenn ich mich plötzlich im kreativen Prozess befinde und ausgefallene Menükarten im Kopf zusammenstelle.

Auf jeden Fall möchte ich Euch heute diese Suppe empfehlen. Sie passt nicht nur zum Weihnachtsfest ganz hervorragend, sondern auch noch zu jedem anderen festlichen Anlass. Bei uns war es der Geburtstag meines Mannes. Als die Suppe serviert wurde, gab es von allen Seiten ähnlich viele Aaaahhhs und Ooooohs und Mmmmmhhhhs ... wie bei mir hinter diesem riesigen Kerl in der Schlange! Nur die Kleine nörgelte etwas, weil sie momentan im Zahnwechselmodus steckt. Deshalb konnte sie sich auch die Frage nicht verkneifen, ob es denn auch Freiwillige gibt, die ihr die Mandeln vorkauen mögen :))), musste aber am Ende feststellen, dass sie das selbst ganz gut bewerkstelligen konnte.





Cremige Kartoffel-Mandel-Suppe mit Orangenöl und Honigstangen


Zutaten für 6 Portionen

Für das Orangenöl

2 Bio-Orangen
6 Zweige Thymian (am besten von der Sorte mit den weichen Blättern) 
120 ml Olivenöl
1 Bio-Zitrone

Für die Honigstangen

1 frische Blätterteigrolle
Akazienhonig
Schwarzkümmelsamen

Für die Suppe

3 Zwiebeln mittlerer Größe
2 Knoblauchzehen
600-700 g  Kartoffeln
2 EL Erdnussöl
1 l Gemüsebrühe
250 ml Sahne
120 g Mandelblättchen (1. Packung)
Salz, Pfeffer
125 Mandeln (geschält)
frischer Thymian für die Deko


Herstellung des Orangenöls

Orangen heiß abwaschen, trocken tupfen und die Schale von 1,5 Orangen fein abreiben. Die Zitrone ebenfalls waschen, trocken tupfen und ein Stück von der Zitronenschale fein abschneiden. Das Olivenöl in einem Topf auf ca. 50 Grad erhitzen. Die Zitronenschale, den Thymian und den Orangenabrieb hinzufügen und in Ruhe ziehen lassen.

TIPP NUR FÜR GEÜBTE! Wenn ich nichts zum Messen habe, mache ich die Hitzeprobe meistens mit dem Finger. Dann beobachte ich das Öl beim Aufwärmen (man kann das übrigens wirklich sehen, wie sich das Öl erwärmt) und probiere so lange, bis das Öl sich so warm anfühlt, dass es noch angenehm ist. Dann lasse ich es noch 5-10 Sekunden auf der heißen Herdplatte und schalte anschließend alles aus.  


Herstellung der Honigstangen

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Blätterteig in etwa 1cm breite Streifen schneiden. 

TIPP: Bei den meisten Blätterteigrollen wird das Backpapier gleich mitgeliefert.  Bitte backt diese Honigstangen aber nicht darauf, sondern auf dem braunen Backpapier. Ich habe beide Varianten probiert und das Ergebnis auf dem braunen Backpapier war bei mir deutlich besser. Warum? Ich weiß es nicht! 

Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Blätterteigstreifen mit etwa 1-2 cm Abstand darauf verteilen, anschließend mit Honig beträufeln und mit den Schwarzkümmelsamen bestreuen. Teigstreifen umdrehen und wieder mit Honig beträufeln und mit dem Kümmel bestreuen. Auf der mittleren Schiene so lange backen, bis die Stangen eine schöne gold-gelbe Tönung angenommen haben. Danach an einem trockenen Ort auskühlen lassen.

Einige von den Stangen werden vielleicht durch den Honig am Backpapier kleben bleiben. Nehmt in diesem Fall ein scharfes Messer und zieht es vorsichtig unter ihnen durch, dann lösen sie sich wie von selbst. 


Herstellung der Suppe

 
Zwiebeln und Knoblauch abziehen und klein würfeln. Kartoffeln schälen und in Stücke schneiden. Erdnussöl in einem Topf erhitzen und Knoblauch sowie Zwiebeln darin goldbraun anbraten. Kartoffeln und Brühe dazugeben und ca. 20 Minuten köcheln lassen. Danach Sahne und Mandelblättchen hinzufügen und weiter 10 Minuten köcheln lassen. Anschließend die Suppe pürieren und kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

2 EL Orangenöl in einer Pfanne erhitzen, blanchierte Mandeln darin goldbraun anbraten. 

Die Suppe auf Tellern verteilen, mit den gebratenen Mandeln, Thymianblättchen und dem Orangenöl garnieren und mit den Honigstangen servieren. 




Super lecker. Auch wenn die Herstellung etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt, kann ich diese Suppe jedem nur wärmstens empfehlen. Durch das wunderbar aromatische Orangenöl, die Mandeln und die Honigstangen ist sie einfach eine geschmackliche Explosion, auf die keiner verzichten sollte. 

Das ist etwas sehr, sehr Feines!

Ach so, und wer sich fragen sollte, in welcher Zeitschrift dieses und noch all die anderen tollen Rezepte zu finden sind: Slowly Veggie! Mein ganz persönliches November-Highlight!



Samstag, 14. März 2015

Tätowierte Veggie-Steaks?! ... Ein kulinarisches Blogger-Event der besonderen Art!

#kochbox, #bloggerevent, #quorn
Kochbox Berlin, Quorn-Event

Vor einigen Tagen erhielt ich eine Einladung zu einem Blogger-Event. Fleischfrei kochen und essen soll ja angeblich nicht so schwer sein, weshalb wir Food-Blogger es mal ruhig ausprobieren sollten. Quorn war das Produkt, das es hierbei zu testen galt. Eine Art Pilzzüchtung, die aussehen kann wie beispielsweise Hähnchenbrust oder Hackfleisch. Je nach dem, worauf man gerade Lust hat.


Nun, ich ernähre mich bestimmt NICHT vegan, sehr häufig aber vegetarisch. Das mache ich nicht mit Absicht oder aus irgendeiner tiefen Überzeugung heraus, sondern weil ich Gemüse in allen möglichen Varianten einfach gern mag. Fleisch, Fisch und die ganz große Vielfalt tierischer Produkte zählen genauso zu meinem Essensportfolio. Ich möchte darauf nicht verzichten. Aus diesem Grund habe ich bisher alles, was nach Fleischersatz aussah im Supermarkt fein umschifft. So auch Tofu! Wer mag schon Tofu?! Bäh.

Über die Einladung habe ich mich trotzdem sehr gefreut. Allem voran war es die Neugierde, die mich dazu trieb, sie anzunehmen. Neugierde auf das Event und Neugierde auf die kulinarisch gefestigten Profikoch-Revolutionäre der Kochbox! Alles in allem überzeugte "Fleischfresser" ;).

Die Location war ebenso rebellisch wie fantastisch. Eine eklektische Mischung diverser Stilrichtungen, bei denen man mit dem einem Fuß im noblen Dinnersaal der "Black Pearl" zu weilen dachte, während man mit dem anderen in der Zauberküche eines eifrigen Alchemisten eine neue Versuchsreihe anging.


#kochbox, #quorn, #bloggerevent, #waldekochbox
Kochbox, Walde der Koch


Vor Ort wurden wir Blogger in zwei Teams eingeteilt. Das eine Team hatte zwei Köche an seiner Seite, wir hatten Dirk alias "Walde", also eigentlich nur "Walde" ... :). Die vielen Tattoos sind das Markenzeichen der Jungs. Dadurch wirken sie anders: hart und gefährlich ... und dabei sind das solche ... Softies! Außerdem können harte Jungs nicht so gut kochen! Niemals! NEVER EVER! Sollten sie sich jemals anders nennen wollen, ich glaube, die Bezeichnung "Gentle Giants" würde ihr Wesen auch gut umschreiben.

Endlich ging es ans Eingemachte. Das Quorn-Produkt wurde auf Herz und Niere getestet. Gemeinsam mit Walde stellten wir selbstgemachte Pasta her ... unbeschreiblich KÖSTLICH! Dazu gab es Quorn-Hack - und damit Hack ohne Hack - mit Fenchelsamen und Tomaten. Eine sehr leckere Kombination, wie wir alle feststellen mussten. Mir persönlich hätte schon das Hack mit Zwiebeln und Fenchelsamen vollkommen gereicht. Was für ein Aroma!!!

In der zweiten Runde durfte jeder von uns den zweiten Gang "präparieren". Die Jungs von der Kochbox sind nicht nur für ihre Tattoos bekannt - nein - ihnen eilt sogar der Ruf voraus, selbst die eigenen Fleischwaren zu tätowieren! So erhielten auch wir die schnelle Einweisung in das entsprechende Equipment und legten los. Tätowiert wurde ein Quorn-Steak mit Tintenfischtinte. 

Wenn es mit mir im Laufe der nächsten Jahre beruflich abwärts gehen sollte, liebe Leute ... dann mache ich ein Tattoostudio auf und berufe mich auf die Ausbildung bei Walde! Nur dass das hier mal klar ist ;) . ... Und dann tätowiere ich nur noch Blümchen, hahahaha!

Nachdem wir unsere Arbeit ad acta legen durften, ging es vom Alchemistenlabor in die burlesque Dinnerkajüte. Hier wartete schon ein für uns liebevoll gedeckter Tisch. Bei einer warmen Kerzenscheinatmosphäre konnten wir dann endlich unser wohlverdientes Mahl genießen. Und falls Ihr ebenfalls Lust auf all diese Köstlichkeiten bekommen solltet, in deren Genuss wir kamen, hier sind die jeweiligen Links zu den Kochbox-Rezepten für Quorn: 



1. Gang


2. Gang

... Oh mein Gott, fragt mich nicht, was Kavität oder sphärisch in diesem Zusammenhang bedeuten :))) ... Ich kann es Euch nicht sagen, ohne mir dabei etwas komplett verrücktes auszudenken :))) ...


3. Gang



Meine persönliche Quorn-Erfahrung:
Ich war überrascht - vor allen Dingen vom Hack ... ohne Hack! Niemals hätte ich gedacht, dass ich den Unterschied kaum merken würde. Zu Hause habe ich damit auch herumexperimentiert und auch hier hat sich meine Wahrnehmung bestätigt. Sogar der Rest der Familie erkannte den Unterschied kaum ... und nur die beiden jüngeren Teile nörgelten am frischen Fenchel herum ... AAAARRRGH! Uns ERWACHSENEN schmeckte es sehr gut! ;)

Was mich persönlich weniger überzeugt hat, war das Filet. Es sieht aus wie Hühnchen, es hat die Konsistenz vom Hühnchen ... aber es schmeckt nicht so. Hühnchen ist einfach saftiger und aromatischer und wird aus diesem Grund weiterhin meine favorisierte Nr. 1 bleiben. Dennoch könnte ich mir vorstellen, dass beide Produkte für all diejenigen, die sich ausschließlich vegan oder vegetarisch ernähren wollen, durchaus akzeptable Alternativen zum Fleisch sind. ... Auskennen tue ich mich aber auf diesem Gebiet nun wirklich nicht, weshalb ich jedem dazu raten kann, sich selbst von den Vor- und Nachteilen des Produktes zu überzeugen. Ich persönlich werde kochen wie bisher - mit Fleisch und allem was dazu gehört. Es ist aber schön zu wissen, dass man seine vegetarischen Freunde und veganen Familienmitglieder ... Hallo, lieber Cousin! :))) ... auch mal anders verwöhnen kann.

Was ich Euch unbedingt ans Herz legen möchte, ist das folgende Rezept. Es ist eine Mischung aus Waldes Kochschule und meinem eigenen Gutdünken! Schmeckt jedenfalls super lecker - ob nun mit 'Hack ohne Hack' für Veggies oder aber mit waschechtem Tatar. Probiert es aus. Das Fenchel-Aroma ist einfach wunderbar!


#fenchelpasta, #fenchel, #pasta, #quorn, #veggie, #vegan
Fenchel-Pasta

Kernige Fenchel-Pasta


1 frische Fenchelknolle
1/2 Packung Vollkorn-Nudeln
400 g Tatar oder Quorn-Hack (die Veggie-Variante)
1 große Zwiebel
Olivenöl
Parmesankäse
Salz & Pfeffer
2-3 TL Fenchelsamen

Fenchel waschen und in Streifen schneiden. Die Fenchelsamen mit einem Mörser zu Pulver verarbeiten. Nudeln im leicht gesalzenem Wasser nach Packungsanweisung kochen. Zwiebeln in kleine Würfel schneiden und im Olivenöl andünsten. Tatar oder Quorn-Hack hinzufügen und mit einem zusätzlichen Schuss Olivenöl kräftig anbraten. Pulverisierte Fenchelsamen hinzufügen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. In einer zweiten Pfanne die Fenchelstreifen vorsichtig salzen und in Olivenöl leicht anbraten. Anschließend alles zusammen anrichten und mit Parmesan bestreuen. 

Guten Appetit!

Last but not least möchte ich mich bei dem fantastischen PR-Team der Brandzeichen-Agentur für dieses wunderbare Event, die liebevollen Details und Arrangements sowie die Betreuung bedanken - allen voran, der wunderbaren Victoria, die den Abend für mich zu einem besonderen Highlight machte.  

Ein großes Dankeschön geht auch an Walde, den Kochbox-Profi! Danke für Deine wertvollen Tipps & Ideen, für die Milch, als ich mir mit Deiner "leichten" Chillisoße alle Geschmacksnerven lahmgelegt habe :))) hahahaha, ... für das Heranführen an flüssige Salze, an Pflanzenkohle und all die anderen kulinarisch-rebellischen Dinge, von denen ich bis dato nichts geahnt habe! 

Dankeschön!

Auch war es schön, einige Bloggerkollegen kennengelernt zu haben, darunter u. a.: Bettina von aufgerouget und Björn von Herzfutter. 
 

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