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Mittwoch, 9. Dezember 2015

DIY: In der weihnachtlichen Bonbonfabrik. Selbstgemachte Ingwerlollis, Bernstein- und Zitronenbonbons






Der mittlerweile 3. Advent steht bald vor der Tür! Warum das denn? Kann denn die Zeit bitte ein bisschen langsamer davonlaufen? Ich habe das Gefühl, nicht mehr mitzukommen! Obwohl ich gestehen muss, dass ich dieses Jahr geschenketechnisch viel besser aufgestellt bin, als in den Jahren zuvor. Irgendwie lernt man von Jahr zu Jahr dazu :))) .

Auch im Bereich "Kulinarisches" bin ich schon weiter als ich es noch im November gedacht habe ... jedenfalls mit meinen leckeren Löffel-Lollis. Diese sind so köstlich, dass Ihr Euch in den Jahren zurückentwickeln werdet, sobald diese kleinen Verführer es sich auf Eurer Zunge bequem gemacht haben. ... Aber so etwas sollten echte Verführer ja eigentlich auch drauf haben, oooder ?  ;)

Die Ingwerlollis sind überhaupt mein absolutes Advent 2015 Highlight!!!! Hahahaha ...




Insgesamt habe ich mich dieses Jahr einwenig mit der Bonbonherstellung beschäftigt. Man wächst ja bekanntlicherweise mit den Herausforderungen, die man sich selbst stellt. Ab sofort habe ich aber einen riesigen Respekt vor diesem Job. Unzählige Versuche scheiterten, bis es dann endlich klappte!!! Für diese Aufgabe braucht man Ruhe, Geduld, gute Nerven ... und vor allen Dingen: Übung.

Obwohl ich mir fast sicher bin, dass die Ingwerlöffel bei allen gelingen werden, könnte ich mir sehr gut vorstellen, dass sich die Bernsteinbonbons oder die Zitronenbonbons auch für einige von Euch zu einer enormen Herausforderung entwickeln könnten - sofern Ihr noch nie Bonbons selbst hergestellt habt. Bitte habt Geduld mit Euch!










Und jetzt geht es gleich los mit meinem absoluten Adventslollifavoriten!


Aromatische Ingwerlollis



Zutaten:

100 g Zucker

20 g frischer in dünne Scheiben geschnittener Ingwer

3 EL Dextrose

1 EL Wasser

Außerdem: Eine Löffel-Silikon-Form


Dextrose und Wasser auf höchster Stufe vermischen und kochen, bis eine klare Flüssigkeit entsteht. Zucker und Ingwer beimengen, bis zum Bruch kochen (Erklärung siehe weiter unten) und regelmäßig umrühren. Auf den Silikonförmchen verteilen und bei Zimmertemperatur aushärten lassen. Ergibt 6 Stück. 


Diese Ingwer-Löffel sind die perfekte Süße für den Tee mit einer leicht scharfen Note … oder aber … sehr aromatische Winter-Lollis! YUM!





Die Bernsteinbonbons sind eher für diejenigen unter Euch, die es nicht so gern zu süß haben, dafür aber auf den Spaß am Lutschen nicht verzichten möchten. In der Herstellung sind sie nicht ganz einfach und erst recht nichts für kleine Kinderhände. Da ist die Verbrennungsgefahr einfach zu groß. Also, bitte seid vorsichtig! Wer es dennoch ausprobieren möchte ... 






Bernsteinbonbons



ACHTUNG: Nichts für Kinderhände. Verbrennungsgefahr!


Diese Bonbons sind nicht so süß und die Zitronenschale löst sich auch nicht auf - wird jedoch sehr weich. Insgesamt dient sie mehr der Bernstein-Optik. Wer es lieber auslassen möchte und das Ganze etwas süßer haben möchte, kann auf die Zitronensaft-Alternative zurückgreifen. Die stelle ich Euch weiter unten vor.

Zutaten: 

100 g feinster Zucker

3 EL Dextrose

1 EL Wasser

geriebene Zitronenschale einer kleinen Bio-Zitrone

6 Safranfäden

Außerdem: 1-2 TL neutrales Speiseöl (z. B. Sonnenblumenöl), eine Porzellanplatte,  Torten-Spachtel aus Metall, für Lollis (siehe Bild weiter oben) braucht man Lollipop-Sticks


Herstellung: 

Dextrose und Wasser vermischen und kochen, bis eine klare Flüssigkeit entsteht. Zucker hinzufügen und ca. 10 Minuten auf mittlerer Stufe kochen. Zitronenschale und Safranfäden hinzufügen. So lange rühren, bis die Bonbon-Masse eine gelbe Farbe angenommen hat und der Bruch erreicht ist. Die Masse auf eine leicht eingeölte Porzellanfläche ausgießen und mit dem Spachtel zu einem „breiten Gurt“ (ca. 6-7 cm) klopfen. 

Je nachdem, ob man Nikolaussack-Lollis oder Bonbons herstellen möchte, muss diese Gurtfläche mit dem Messer unterschiedlich hoch eingeschnitten werden. Will man Lollis, braucht man Stücke, die etwa 8-10 cm hoch sind und 6-7 cm breit. Möchte man Bonbons, so reicht es den Gurt in ca. 1-2 cm hohe Stücke zu schneiden. 

Jetzt heißt es wieder: Schnell arbeiten, da die Masse bereits stark ausgekühlt ist. Die Bonbonstücke müssen schnell zu Kugeln gerollt, die Lollis schnell in Form gebracht werden. Der Lolli-Stick lässt sich sehr gut mit einer zusätzlichen Portion Zuckermasse andrücken. 

Die Bonbon-Herstellung braucht etwas Übung. Ich habe mehrere Anläufe gebraucht, um es hinzukriegen.




INFO: Was bedeutet „Bis zum Bruch kochen“? Den Zucker bis zum Bruch kochen bedeutet, dass sobald ein heißer Tropfen Zucker in kaltes Wasser gegossen wird, sofort erstarrt und sich glasartig brechen lässt. Oftmals hört man, wenn der Zucker auf das Wasser trifft, knisternde Geräusche. Sollte sich die Masse im Wasser auflösen, oder noch zäh sein, dann ist der Bruch-Zustand noch nicht erreicht.





Zitronenbonbons 



ACHTUNG: Nichts für Kinderhände! Verbrennungsgefahr!

Zutaten:

3 EL Dextrose

1 EL Wasser

120 g Zucker

Je nach Geschmack eventuell den Abrieb einer Bio-Zitrone. Muss aber nicht sein.

20 ml Zitronensaft

etwas neutrales Speiseöl

Außerdem: 1-2 TL neutrales Speiseöl, eine Marmor- oder Porzellanplatte bzw. eine flache/ebene Tortenplatte aus Porzellan oder Glas, Torten-Spachtel aus Metall


Zubereitung:
Dextrose und Wasser im Topf schmelzen bis eine klare Flüssigkeit entsteht. Den Zucker und den Zitronensaft hinzufügen und auf halber Stufe bis zum Bruch (Erklärung siehe oben) kochen.

Anschließend die Zuckermasse auf die leicht eingeölte Porzellanplatte verteilen und so lange mit dem Spachtel verarbeiten, bis die Masse fester wird und sich zieht. Die Masse jetzt kneten. Ab jetzt verändert sie das Aussehen und wird trüb (siehe Bild unten). In diesem immer noch heißen Zustand "Würstchen" formen, davon kleine Stücke abreißen und zu Bonbons rollen. Hierbei sehr schnell arbeiten, da die Masse sich schnell abkühlt. Ist sie zu hart, kann sie nicht mehr in Form gebracht werden. Am besten ist es, wenn das „Würstchenstück“ in den Händen gehalten wird, während es in Stücke geteilt und zu Bonbons gerollt wird. So hält sich die Masse länger warm und lässt sich besser verarbeiten. Das Ganze braucht etwas Übung.




Solltet Ihr mich nach meiner Meinung fragen und ich Geschmacks-Noten vergeben müssen ;) , dann würde ich wie folgt urteilen:

Ingwerlöffel:
Note 1++++ mit * Sternchen *
Begründung: Toller Geschmack ... Einfach vorzüglich und sehr leicht in der Umsetzung!

Zitronenbonbons:
Note 2-3
Begründung: Aromatisch. Der Geschmack geht ein bisschen in die Richtung von Nimm2-Bonbons. Die Konsistenz hätte noch fester sein können. Umsetzung braucht viel Übung

Bernsteinbonbons:
Note 3
Begründung: Konsistenz super. Optik auch sehr schön, weil ganz anders als man es sonst kennt. Braucht viel Übung. Für mich war es nicht süß genug.

Ich wünsche Euch einen wunderschönen dritten Advent!

Ob nun mit oder ohne Bonbons und Lollis ... wobei ...

diese Ingwerlöffel, Leute! Diese Ingwerlöffel ... hahahaha! :))

Dienstag, 17. November 2015

Easy DIY: Weihnachtsbonbons für die Adventszeit





Endlich rücken die Adventstage näher und für alle, die sich bereits jetzt schon auf diese Zeit freuen und sich Gedanken über selbstgemachte Geschenke machen, für die habe ich heute eine sehr einfache und doch persönliche DIY - Geschenkidee zur Hand: Selbstgemachte Weihnachtsbonbons!

Diese sind perfekt, wenn auch kleine Kinder in der Küche tätig werden wollen. Sie lassen sich schnell und sauber umsetzen, gelingen garantiert und schmecken! Sofern man die eine ganz besondere Marke mag, die, die so karamellig schmeckt und in dieser goldenen Folie umwickelt ist ...  na, Ihr wisst schon :). Oma und Opa mögen sie bei uns besonders gern ... und ... na ja ... ich leider auch!


 




 Weihnachtsbonbons


Für die Herstellung benötigt man: 

Einige kleine Weihnachtsausstecher, ca. 2-3 cm Durchmesser. 
Die Größe der Ausstecher muss so gewählt werden, 
dass die fertigen Bonbons später bequem in den Mund passen. 

Sahnebonbons (z. B. Werthers Echte)

neutrales Speiseöl

Pinsel

   Backpapier 

evtl. grobes Salz

Küchenpapier


 Ofen auf 200 Grad vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Ausstecher mit dem Öl fein einpinseln. Ofentemperatur auf 150 Grad reduzieren.  In jedes Förmchen ein Bonbon in die Mitte der Form legen und 5 Minuten lang schmelzen lassen. Anschließend in den Förmchen auskühlen lassen, aus der Form drücken und mit dem Küchenpapier das Öl abtupfen. Evtl. mit Salz bestreuen. 

Fertig! 

Für alle, die sie verschenken möchten, empfehle ich, eine Verpackung selbst zu basteln. Wir haben dazu einige Süßigkeiten-Geschenk-Tüten aus normaler Folie zu Bonbon-Verpackungen zweckentfremdet. Außerdem haben wir mit Hilfe des weißen Edding versucht, einen Schneeflockeneffekt zu zaubern, indem wir die Außenseiten der Folie mit weißen Tupfern bemalt haben. 

Damit die Bonbons später an der Folie nicht kleben bleiben, haben wir zusätzlich Butterbrotpapier in kleine Streifen geschnitten und alle Bonbons damit vorab umwickelt.

Wer möchte, kann die Vorfreude auf die leckeren Weihnachtsbonbons noch steigern, indem er die Enden der Verpackung mit einem Garn umwickelt. Auf diese Weise dauert es ein bisschen länger, bis man in den karamellig-sahnigen Genuss kommt ;).

Ich wünsche Euch viel Spaß in der eigenen Bonbonfabrik!